iLab Exkursion

Ziegelbrücke: 31. Mai 2016

1988: Das EIR(Eidgenössisches Institut für Reaktorforschung) und das SIN(Schweizerisches Institut für Nuklearphysik) schliessen sich zusammen und bilden das PSI.
Ein zu ehren von Paul Scherrer (Schweizer Physiker) benanntes Institut, das in vielen Fachbereichen forscht.

1997:Im Paul Scherrer Institut beginnt man den Bau eines neuen Teilchenbeschleunigers
dem SLS (Synchroton Lichtquelle Schweiz bzw Swiss light Source)

2001:Die SLS wird in Betrieb genommen und fing an winzigste Objekte zu beleuchten.

2008:Das Schülerlabor iLab wird gegründet und bietet somit Schulklassen die Möglichkeit zu sehen, was im PSI erforscht wird und selbst einfache Experimente mit Ausrüstung zu machen, die nicht jeder zuhause hat.

Ende Mai 2016:Die 2. und 3. Klasse der Schulfabrik besucht das PSI

Am Morgen hatten wir kurz die Möglichkeit etwas über das PSI zu erfahren und konnten danach in das Vakuumlabor gehen, um mit Druck bis zu 0.99 Bar unter Normaldruck zu experimentieren. Unter der Vakuumglocke kann man alle möglichen spannenden Sachen machen zum Beispiel konnten wir einen Ballon ins Vakuum legen und sehen, wie der Überdruck den Ballon aufbläht und ihn schliesslich platzen lässt. Das Seifenschaum- und das Mohrenkopf-Experiment funktionieren auf ähnliche Weise, die einzelnen Bläschen im Schaum blähen sich auf und erhöhen so das Gesamtvolumen. Sobald man das Vakuum abschaltet, schrumpelt es wieder zusammen, das heisst, es gibt nicht mehr zu essen als vorher.

Nach dem Mittagessen konnten wir den Teilchenbeschleuniger SLS besichtigen, eine Gelegenheit die man ergreifen muss, denn das sieht man nicht alle Tage.
Die SLS beschleunigt Elektronen bis sie Licht mit einer sehr kurzen Wellenlänge (Gamma bis UV-Strahlen) erzeugen, welches aus 21 Öffnungen in Untersuchungsstationen schiesst.
Dort treffen sie auf winzigste Objekte. (z.B. Protein-Kristalle) Das Licht prallt auf Sensoren ab.
Die Sensoren liefern Signale an leistungsstarke Computer die aus dem Abprall-Muster ein dreidimensionales Bild zusammensetzen. Mit diesen Ergebnissen kann man unter anderem neue Medikamente herstellen oder Fossilien untersuchen und mehr über ausgestorbene Tiere und Pflanzen herausfinden. Das alles bekamen wir während der Besichtigung erklärt.

Zum Schluss schauten wir noch einen kurzen Film, der erklärte, wie die Swissfel-Anlage funktioniert. Das ist ein Teilchenbeschleuniger, der noch im Bau ist und der den gleichen Zweck wie die SLS erfüllt, allerdings wesentlich genauer ist.