Projektwoche

Ziegelbrücke: 6. Dezember 2015

Im Zimmer „Afrika“ sah man die verschiedenen Stadien vom Anbau der Kakaobohne bis zu deren Transport in die Schweiz. Wir konnten echte Kakaopflanzen bestaunen und die Bohnen nach den  verschiedenen Verarbeitungsschritten kosten. Das hört sich vielleicht lecker an, war aber eine eher bittere Erfahrung! Feiner waren die frischen Kakaofrüchte, die eigens aus Ecuador eingeflogen wurden. Zwar haben wir davon nicht die bitteren Bohnen gegessen, sondern die sogenannte Pulpa, eine sehr süsse, gelartige Masse , welche die einzelnen Bohnen ummantelt.

Im Zimmer „Schweiz“ konnte man sich ein Bild machen über den gesamten Produktionsprozess vom Reinigen der Bohnen übers Rösten, Aufbrechen, Mahlen, Pressen und schliesslich Zugeben von Zucker und weiteren Zutaten bis zur fertigen Schokolade.

Mit allen Sinnen geniessen und gestalten konnten die SchülerInnen in der „Pralinen-Werkstatt“. Verschiedene Pralinen- und Hohlformen wurden geschminkt, gegossen und immer wieder musste die Schokolade gekostet werden. Wir wissen jetzt, dass ein glänzender und schön bemalter Schoggichlaus das Resultat aufwändiger Handarbeit, genauer Einhaltung der richtigen Verarbeitungstemperatur und vieler Arbeitsschritte ist. Es entstanden herrlich farbige Pralinen und Schoggisamichläuse. Und unsere nicht so ganz gelungenen Stücke – zum Glück waren es etliche - wurden von den Schülern jeweils direkt verputzt.

In einer weiteren Werkstatt untersuchten die Schulfabrikler alles zum Thema „Fairtrade“. Unter welchen Bedingungen müssen sogar Kinder auf Plantagen arbeiten? Wie viel Geld erhält der Kakaobauer für seine Früchte? Macht die Schokolade auch die Bauern satt? waren einige der Fragen zu diesem fesselnden Thema. Nachhaltigkeit, Globalisierung und bewusstes Einkaufen gaben viel Diskussionsstoff und manch einer wird künftig vielleicht sein Handeln und Konsumverhalten überdenken...

Am Donnerstag fuhr die ganze Schule nach Luzern ins Verkehrshaus. Zusammen mit der Stiftung Lindt Chocolate Competence Foundation wurde dort die multimediale Erlebniswelt „Swiss Chocolate Adventure“ erschaffen. Auf einer anregenden Fahrt durch ebendiese Schoggiwelt erlebten wir nochmals, was wir in dieser Woche alles gehört und erarbeitet hatten. Natürlich gibt es im Verkehrshaus nebst dem Sokoladenabenteuer auch noch diesen Flugsimulator, das U-boot, E-Learning und vieles Spannendes mehr.

Der Tag der offenen Tür vergangenen Samstag zog viele Besucher an, die sich in einem Rundgang durch die Schulräume schoggimässig weiterbilden und da und dort auch etwas naschen konnten. Im dekorierten Café wurde von charmanten Schülerinnen Kaffee und Trinkschokolade serviert. Auch unsere „neu ausgebildeten Chocolatiers“ zeigten ihr Können den Besuchern und stellten ein letztes Mal diese Woche bunte Schokoladekreationen her. Sie freuen sich nun bereits auf das nächste Schuljahr, in dem es wieder eine Projektwoche zu einem spannenden Thema geben wird!