Klassenlager Naumburg

Wetzikon: 25. September 2012

Busfahrer Wolfgang brachte die Schulfabrik mit seinem modernen Car am Montag sicher nach Naumburg ins Eurohotel. Die Erwartungen wurden beim Anblick des schmucken Hauses und der komfortablen Zimmer übertroffen, denn geräumige Viererzimmer mit eigenem Badezimmer sind ja nicht der übliche Standard eines Klassenlagerhauses.

Das Begrüssungsfussballturnier gegen Mannschaften aus Deutschland entsprach resultatmässig dem, was man erwartet, wenn die Schweiz gegen Deutschland spielt. Nichts desto trotz wurden erste Kontakte geknüpft und die „exotischen“ Schweizer waren bald Mittelpunkt, vor allem bei den deutschen Mädchen!

Bei herrlichstem Wetter konnte am Dienstag eine Radtour in die Umgebung gemacht werden. Entlang der Saale pedalten wir zur mittelalterlichen Rudelsburg, dann ging’s weiter nach Bad Kösen, wo ein Gradierwerk zu bewundern war. Dies ist eine 400 Meter lange Konstruktion aus Holz, Wasserrädern und Pumpen, die einzig dazu diente, salzhaltiges Wasser über Zweige rieseln zu lassen, damit eine gesunde salzhaltige Luft Asthmatikern Linderung verschafft. Nach der Rückkehr ins Hotel konnten sich die geschafften Radler Entspannung im Hallenbad verschaffen. Bei der abendlichen Disco mit DJ war dann auch keine Müdigkeit mehr zu spüren. Zur Freude der Lehrkräfte waren die Nächte mehr oder weniger ruhig und erholsam, auch das ein Novum für ein Klassenlager.

Das leicht kühlere Wetter am Mittwoch hielt uns nicht von einer Schlauchboottour auf der Saale ab. Bald schon waren alle pitschnass und fast alle gingen über Bord, sehr zur Freude der Schüler mussten auch die Lehrer dranglauben! Die Besichtigung der Stadt Naumburg mit dem berühmten Dom rundete diesen Tag ab. Bei der abendlichen Disco wurde getanzt und schon fleissig Telefonnummern  ausgetauscht oder man vergnügte sich beim Bowling.

Der Car fuhr uns am Donnerstag ins Konzentrationslager Buchenwald, ein bedrückendes Mahnmal einer dunklen Vergangenheit, das aber auch für das Heute zeigt, was geschehen kann, wenn Menschen und Völker ausgegrenzt und wegen ihrer Rasse oder Religion verteufelt werden.

Der Nachmittag in Weimar war wieder fröhlicher und Frau Kleinert war bei Goethes Gartenhaus voll in ihrem Element. Die Freizeit in der Stadt wurde dann genutzt, um Souvenirs, Thüringer Bratwürste oder einen original deutschen Kebab zu kaufen!  Der Kinoabend wurde nur von einem kleinen Teil der Schüler genutzt, andere besiegelten die Deutsch-Schweizerische Freundschaft mit PET Flaschen werfen und Sprüche klopfen.

Viel zu schnell verflog die Zeit und Wolfgang brachte uns sicher in die Heimat zurück.

Insgesamt verlief das Lager ohne nennenswerte Probleme. Es gab nur kleine Unfälle und von Krankheiten blieben wir verschont. Die  Schülerinnen und Schüler überraschten positiv mit Fähigkeiten und Fertigkeiten die im normalen Schulalltag nie hervorgetreten wären.